Am Donnerstag Nachmittag ging’s los zu einer kleinen Geocachingrunde und zum Test des Biwaksacks Bivibag Storm 1 von Salewa. Um eine möglichst realistische Testumgebung erhalten, wollte ich das Teil unbedingt bei schlechtem Wetter und Regen ausprobieren.

Gesagt, getan: am frühen Abend ging ich los, einige Stunden und drei Geocaches später entdeckte ich einen perfekten Platz für ein Biwak unter dichten Bäumen, die den Regen etwas abhalten. Zum Glück hatte ich zusätzlich einen großen Müllsack für Rucksack und Schuhe eingepackt! Ein kleines Lagerfeuer spendete Trost und Teewasser, und schnell rollte ich mich auf meiner Isomatte ein und schlummerte schon bald.

Biwacksack

Es gibt zwar deutlich leichtere und kleiner verpackbare Biwaksäcke, dafür scheint dieser hier auch ordentlich und stabil verarbeitet. Am Fußende ist ein Reisverschluss eingebaut, den ich auch gleich offen lasse, um etwas Belüftung zu erreichen. Der Schlafsack passt perfekt hinein, das reinkriechen gestaltet sich aber etwas artistisch. Umständlich gestaltete sich auch, eine Schlafposition zu finden, die einerseits bequem war, andererseits verhinderte, dass das Kopfteil des Biwaksacks auf dem Gesicht zu liegen kam. Vom Schlafkomfort in der Nacht selbst kann ich nicht berichten, da ich eben geschlafen habe 🙂

Am Morgen dann wurde es etwas klamm, da sich doch ziemlich viel Kondenswasser angesammelt hatte. Mein Kunstfaserschlafsack war von außen doch recht feucht. Ich drehte den Biwacksack ‚auf links‘, schüttelte einige Male kräftig, packte alles zusammen, gönnte mir ein kurzes Frühstück mit Müslirigel und Kaffee, und stapfte durch den Nieselregen in Richtung Heimat.

Fazit

Als Notunterkunft oder mit Leichtgepäck funktioniert dieser Biwaksack gut. Irgendwie vermisste ich schon mein kleines Zelt. Es fühlt sich einfach weniger beengt an, vor allem weil man mehr Kopffreiheit hat und sich doch etwas geschützter fühlt. Hier am See ist auch ein Mosquito-Netz nicht zu verachten, ich hatte nach der Biwaknacht trotz Mückenschutzmittel einige Stiche. 

Alles zusammen genommen würde ich eher mehr Geld ausgeben und einen kleineren und leichteren Biwaksack nehmen: das Verhältnis von Gewicht und Packmaß zu dem ohnehin geringen Komfort dürfte bei einem leichteren Biwaksack jedenfalls wesentlich besser ausfallen.

Inzwischen hatten wir noch weitere Modelle im Test: den kleinen und leichten Twilight von Black Diamond und den luxuriösen Helium von Outdoor Research. Beide können viel in Bezug auf Komfort und Atmungsaktivität, haben aber auch ihren Preis.

Literatur: 

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