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3 Tage im Sellrain: Pforzheimer Hütte und das Zischgeles

3 Tage im Sellrain: Pforzheimer Hütte und das Zischgeles

1.Tag: Zustieg von St. Sigmund im Sellrain hinauf zur Pforzheimer Hütte 2308m

In St.Sigmund 1542m gibt es am Ortsrand auf der linken Seite (vom Inntal kommend) einen gebührenpflichtigen Wanderparkplatz. Von hier läuft man zuerst Richtung Süden entlang der Asphaltstraße, vorbei an einem sehr schönen Waldspielplatz. Hier im Gleirschtal befindet sich auch die Gleirschalm, die man bald passiert. Danach weitet sich das Tal und man läuft zwischen Blumenwiesen, Kühen, Schafen und Ziegen weiter taleinwärts. Nun wird das Tal etwas enger und der grobe Schotterweg steiler. Man folgt dem Weg, der sich parallel zum Gleirschbach schlängelt bis hinauf zur Materialseilbahn der Pforzheimer Hütte. Nun hat man bereits das Ziel vor Augen: die Pforzheimer Hütte thront oben an der Bergkante. Nach der Materialseilbahn quert man den Bach und folgt dem steileren, schmalen Wanderweg (mittelschwieriger, roter Bergweg) am rechten Hang. Nach 2 Stunden erreichen wir die Hütte pünktlich zum Abendessen und entscheiden uns gleich für die leckeren Spinatknödel.

Weglänge: 7,3km Höhendifferenz: 790hm Karte: Kompass Karte Nr.83: Stubaier Alpen

2.Tag: Pforzheimer Hütte 2308m – Zischgeles 3004m – Pforzheimer Hütte

Heute ist die Hütte komplett von Nebel umhüllt und die Sicht gleich Null. Wir entscheiden noch eine Weile zu warten, ob sich die Sicht noch bessert und wir den Gipfelanstieg der Zischgeles wagen können. Nach einem stärkenden Frühstück zieht der Nebel weiter und große Löcher tun sich auf. Wir starten um 9 Uhr und laufen von der Hütte in Richtung Südosten bergab bis zum Talboden des Gleirschtals. Wir überqueren den Gleirschbach und folgen dem Weg Nr.143 auf der linken Seite des Baches. Es geht immer weiter ins Tal hinein in Richtung Gleirschferner, den man am Ende des Tales immer im Blick behält. Bei bedecktem Himmel wirkt er bedrohlich und das Eis erscheint mächtig und dunkelblau. [adsense:block:adsense-intextbig]Nach einer Weile schlängelt sich der Weg durch blühende Alpenrosen und einem größeren Steinfeld. Danach folgen wir der Beschilderung nach links zur Zischgeles. Ab jetzt geht am Wiesenhang stetig steil bergauf zum sogenannten Sattelschröfen. Murmeltiere pfeifen und warnen ihre Kollegen vor uns. Der Weg ist extrem dicht durch rot-weiße Markierungen gekennzeichnet. Nur so kann man den Weg bei aufziehendem Nebel auch wieder gut finden. Oben am Ende der Steilstufe angekommen, geht man über ein großes Plateau aus glitzernden Steinen und einem großen Schneefeld, das wir aber links umgehen. Nun geht es entlang des Zischgeles Nordkamms südwärts in Richtung Gipfelkreuz. Wir sehen es bereits, doch der Weg dahin fordert noch etwas Zeit und Kraft. Kurz vor dem Gipfelanstieg müssen wir über den breiten, verblockten Gipfelgrat steigen. Am Ende wandelt sich der Weg in einen schwarzen Bergweg und man erreicht das Gipfelkreuz mit leichter Kletterei. Die Sicht muss hier gut sein und die Felsen sollten trocken sein. Ansonsten sind manche Stellen zu ausgesetzt und ohne Sicht wäre der letzte Gipfelanstieg zu gefährlich. Wir haben Glück und können die umliegenden Gletscher und Gipfel der Stubaier Alpen bewundern. Von links führt ein weiterer Weg zum Gipfel hinauf: der leichtere Anstieg von Praxmar, wie ich später von der Hüttenwirtin erfahre. Die Route von Praxmar aus ist im Winter auch die viel begangene und beliebte Skitour, die ich auch noch irgendwann machen möchte...... Der Abstieg entspricht dem Aufstieg. 

3. Tag Abstieg zurück nach St.Sigmund

Leider müssen wir heute wieder absteigen, obwohl das Wetter heute wieder richtig schön geworden ist. Durch die frische und reine Morgenluft nehmen wir den gleichen Weg wie beim Zustieg, zurück ins Sellraintal nach St.Sigmund. Für den Abstieg benötigen wir bei gemütlicher Geschwindigkeit mit Pausen 2h.