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    Schesaplana mit Biwak nach dem Wintereinbruch

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    Die Schesaplana 2965 m ist der höchste Berg im Rätikon, der noch zu den Ostalpen gehört. Direkt dort verläuft auch die Grenze zwischen Osterreich und der Schweiz; man kann also mit dem einen Bein in Österreich gehen, mit dem anderen sich in der Schweiz aufhalten.

    Die Schesaplana kann man auch ohne Probleme an einem Tag machen und weist auch keine besonderen Schwierigkeiten auf. 

    An diesem Wochenende stand aber für uns das “Draußen in den Bergen sein” im Vordergrund, und so entschieden wir uns, gemütlich in zwei Tagen aufzusteigen und eine Nacht im Zelt zu verbringen.

    Von Brand geht es neben der Lünerseebahn hinauf zum Lünersee. Die ersten 400 Hm könnte man theoretisch auch mit der Lünerseebahn zurücklegen. Der Weg neben der Bahn ist jedoch sehr schön, lohnt sich zu gehen (abgesehen vom sportlichen Aspekt). Oben am Lünersee geht es auf der rechten Seeufer Seite entlang bis zum Abzweig zur Totalphütte. Wenn man von den gefühlten tausend anderen Menschen absieht, die zum Spazieren an den Lünersee hochfahren, ist es eine traumhaft schöne Landschaft. In dem glasklaren, türkisen See spiegelt und schimmert sich die Sonne und die Berge, die den See säumen ,sind weiß gezuckert.

    Weiter geht es nun bergauf zur Totalphütte, diese liegt auf 2385m und ist im Sommer bewirtet.

    Wir gingen an der Hütte vorbei, naja, nachdem wir uns ein Bier einverleibt hatten, und suchten uns einen schönen Platz, an dem wir das Zelt aufstellen konnten. Wir hatten von dort aus eine super schöne Sicht auf den Lünersee, wenn er nicht vom Nebel und den Wolken, die aufzogen, verdeckt war.

    In der Nacht fielen die Temperaturen auf null Grad (im Zelt). So war am nächsten Morgen alles mit Raureif überzogen, aber die Sonne strahlte am blauen Himmel, nachdem sie sich über die Berggipfel gekämpft hatte. Ein wunderschöner Morgen!

    Nach einem warmen Kaffe und einem Stück Brot stapften wir los. Der Schnee war noch gefroren und so konnten wir mühelos die letzten Höhenmeter zum Gipfel aufsteigen. Die einzige Stelle, die über einen Felsriegel führt, ist mit Drahtseilen gesichert.

    Vom Gipfel aus hat man eine wunderschöne Aussicht und wir genossen eine ganze Weile die wärmende Sonne am Gipfel. Ehe aber die Sonne zu viel Power hatte und den Schnee zum Schmelzen brachte, machten wir uns auf den Abstieg. Wir waren froh darüber, dass wir schon am absteigen waren, bevor die anderen Gipfelstürmer am erst am Aufstieg waren.

    Wir gingen zurück zum Zeltplatz, bauten ab und machten uns auf den Abstieg zurück nach Brand.

    Die Schesaplana ist ein schöner Berg, aber eines ist sicher: wenn man alleine sein möchte, ist es das falsche Ziel, außer man ist mit Zelt unterwegs (dann hat man wenigstens Abends, wenn Ruhe am Berg einkehrt, ein bisschen das Gefühl draußen alleine zu sein). Früh dran zu sein ist dann natürlich ebenfalls ein Vorteil.

    Literatur:

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