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    Raus aus der Stadt, ab ins kühle Nass: Der Lanser See

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    Raus aus der Stadt, ab ins kühle Nass: Der Lanser See

    Wer Lust auf eine kleine Wanderung hat, der Tag aber sehr heiß werden soll, für den ist diese Wanderung zum Lanser See genau das Richtige!

    Für diese Tour muss man aus Innsbruck weder weit fahren, noch das Auto benutzen. Wir starten im Zentrum der Stadt und laufen in Richtung Süden immer auf die Skisprungschanze zu. Links unterhalb der Schanze liegt das Stift Wilten, an dem wir vorbeilaufen und nach links der Klostergasse folgen. Wir überqueren die  Trienter Brücke (Sillbrücke) bis  eine weitere Linkskurve an der Straßenbahnhaltestelle Bretterkeller folgt. In der Kurve führt auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Treppe zum Fußgängerübergang. Man quert die Autobahn und hat nun die Wahl zwischen zwei verschiedenen Aufstiegsrouten. Entweder links entlang der Igler Straße bis zum Tummelplatz (ausgeschildert) oder nach rechts in Richtung Sillschlucht. Wir gehen rechts, um dann im Abstieg die linke Route nehmen zu können um nicht den gleichen Weg zweimal laufen zu müssen. Nach rechts scheint der Weg fast zu enden, man läuft auf einer Wiese, parallel zur Autobahn bis links ein schmaler Waldweg hinaufführt. Nun läuft man unter der mächtigen Autobahnbrücke hindurch und muss fast den Kopf einziehen, so nah kommt man unter ihr durch. Von hier folgen wir dem etwas steileren Steig in den Wald hinauf. Einmal müssen wir noch die Igler Straße queren und folgen dem Weg, der links zwischen Wiesen weiter hinauf führt. Hier folgt man nun dem Sticklesteig (Wegnr. 3 und 10), der später nach rechts in einen breiteren Forstweg mündet. Auf dem Steig muss man sich unbedingt ein paar Mal umdrehen und den Blick auf die urbane Stadt werfen und den krassen Kontrast zwischen Hochhausidyll und Naturwildwuchs auf sich wirken lassen. Gerade stand man noch im Zentrum der Stadt, eine gute halbe Stunde, mitten im wilden Grün. Dafür liebe ich Innsbruck!

    Der blauweiß markierte Forstweg ist sehr gut ausgeschildert und man hat auch noch die Möglichkeit den Lanser Kopf, als kleines Gipfelglück, mitzunehmen. Wir ersehnen aber den Sprung ins kalte Nass und schlagen den direkten Weg zum Lanser See ein. Als wir dann aber den schönen Seerosenweiher passieren, laufen wir doch eine kleine Runde am See entlang und halten Ausschau nach den wunderschönen Seerosen. Den Weg sollte man hier im Schutzgebiet aber besser nicht verlassen, um die Schönheit auch weiter zu erhalten. Die Seen befinden sich auf einem weitläufigen Plateau, auf dem man nichts mehr von der Stadt hört oder sieht. Ein geschützter, ruhiger und zurückgesetzter Erholungsort.

    Hier kann man also auch nicht baden und wir folgen dem Waldweg bis zum Seebad des Lanser Sees. Das Bad (lansersee.at) ist zwar schon etwas älter, aber sehr nett gemacht und gepflegt, so dass sich die 6€ Eintritt pro Nase für den Tag auch wirklich lohnen. Geöffnet hat das Bad von Mai bis September. Eine Seeseite hat einen sehr langen Holzsteg am Ufer, auf dem man sich ideal sonnen kann und quasi schon fast im Wasser liegt. Der See liegt im Moorgebiet und hat daher ein sehr gesundes Badewasser und auch das Ufer wurde naturbelassen.  Die mikrobiologische Badewasserqualität wurde 2013 als ausgezeichnet bewertet.

    Für Kinder gibt es am Ufer, aber noch im See, ein abgetrenntes, sicheres Becken. Wer lieber die Ruhe sucht, legt sich einfach an die gegenüberliegende Seeseite. Schwimmend blickt man direkt auf die imposante Bergpyramide der Serles und den Patscherkofel. Sich im kühlen Wasser zu bewegen und dabei einen solch schönen Bergblick zu haben, ist in Stadtnähe wirklich einmalig. Es gibt viele kleine Holzstege von denen man die großen Karpfen beobachten kann und sich entscheiden muss, ob man sich traut mit ihnen eine Runde zu schwimmen =D! Im süßen hellblau- weißen Strandhaus mit Sonnenterrasse oberhalb des Sees gibt es frischen Kaffee und kühlendes Eis. Die Wirte verkaufen hier türkische Spezialitäten wie frische Baclava und Yufka.

    Am Abend des sonnenreichen Badetages, freuen wir uns, dass der Heimweg wieder eine kleine Wanderung ist und nicht durch die volle, laute Stadt führt. Wir gehen zurück zum Seerosenweiher und nehmen nun nach einer Linkskurve den schmalen Poltenweg. Man quert mehrmals die Bahnschienen im Wald und läuft bis  hinunter zum malerischen Soldatenfriedhof „Tummelplatz“. Im Abstieg blitzt zwischen den riesigen Tannen immer wieder die dicht bebaute Stadt hindurch. Man kommt ihr wieder Stück für Stück näher und sie wird optisch immer größer.

    Nach dem Tummelplatz folgen wir dem breiten Forstweg bis zum Gasthof Bretterkeller und passieren nun wie beim Hinweg den Fußgängerübergang. Und schon hat uns die Stadt zurück…

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