Skitour auf den Hohen Freschen (2004m). Jede Menge Pulver, Landschaft und Laufen.

Nach einer längeren Erkältungsphase sollte es etwas Entspanntes zum Einstieg werden, und dabei auch noch schnell erreichbar mit dem Auto. Die Wahl fiel auf einen der Blickfänger vom Bodensee aus: Der Hohe Freschen (2004m), im Winter gut erreichbar von Laterns aus. Da wir uns den Skizirkus schenken wollen, starten wir von Bonacker (1000m) aus, und es geht vom Auto weg direkt in die frisch gefallenen 20 cm Neuschnee. Es geht aufwärts, der Nebel lässt noch keinen Blick in die Umgebung zu. Wir folgen den Alpwiesen bis zur Alpwegkopfhütte (1480m), und freuen uns schon auf die tolle Abfahrt am Nachmittag.

Der erste Aufstieg

Wir wechseln uns beim Spuren ab, so locker der Schnee ist, ist es doch sehr entspannt, hinten zu laufen :). Es geht um den Männle (1501m) herum und jetzt ist schon das Skigebiet im Blick! Die Wolken lichten sich, die Sonne lugt hie und da mit ihren wärmenden Strahlen. Ab Lesegatter stoßen wir auf eine schon gelegte breite Spur, die zwischen den lose stehenden Bäumen wie durch einen Märchenwald hinauf läuft. Erst kurz vor dem Gipfel steht man im Skigebiet, schon an der Bergstation. Von hier nur noch zwei Minuten zum Gipfelkreuz des Nob (1785m).

Der zweite Aufstieg

Nach ausgiebiger Rast und beobachten des Skitrubels dieses schönen kleinen Skigebiets fellen wir ab und fahren die schwarze Piste nach Osten hinunter bis kurz vor den Schlepplift. Bei P. 1577 stößt man auf den Wirtschaftsweg, der ebenen Fußes bis zur Unteren Saluveralpe (1565m) führt. Die Sonne scheint jetzt intensiv und wir kramen -creme und -brille raus. Durch märchenhaft verschneite Hänge und lose Bäume gehts aufwärts, an der oberen Alpe und dem Freschenhaus (1841m) vorbei. Und endlich zeigt sich das Ziel, jetzt ists nicht mehr weit! In den weiten ebenen Flächen hier hat der Wind Formen hinterlassen, die mich sehr an Nordseestrände erinnern, lauter schön geschwungene Linien. Im steilen Gelände sollte man diese jetzt meiden, aber hier ist das alles kein Problem. Ein kurzes Steilstück, und schon steht man auf dem Gipfelplateau, das Kreuz ganz hinten am anderen Ende. Noch 400 Meter geht es jetzt geradeaus, wir sind heute die Ersten hier oben und ziehen die Spur in die makellose Schneefläche. Von Bonacker aus haben wir damit 5 Stunden auf den Hohen Freschen (2004m) gebraucht, mit ausgiebigen Pausen.

Die Abfahrt (das Zurücklaufen)

Da unser Auto nicht von selbst fährt, müssen wir denselben Weg zurück. Das heißt dann erstmal über die Hochfläche laufen, kurze Abfahrt, wieder laufen, wieder Abfahrt, undsoweiter. Immerhin fellen wir nicht noch mal an, bis wir am Schlepplift des Skigebietes ankommen, der uns sogar umsonst mit nach oben nimmt! Sehr schön, 200 Hm gespart. Von hier folgen wir erst der Skiroute, die durchaus ihre flachen Stellen hat, und schieben uns dann wieder unterm Männle hindurch. Hier fängt die richtige Abfahrt an! Auf der Karte machen wir eine Abkürzung durch das Waldstück aus, um nicht die 20 Meter zur Alpwegkopfhütte hochlaufen zu müssen. Blöderweise sind die steilen Bachrinnen so klein, dass sie in der Karte nicht eingezeichnet sind, uns aber trotzdem nochmal spannende 10 Minuten bereiten, bis wir alle fünf überwunden haben.

Endlich erstreckt sich der wunderschöne Alphang, der direkt hinunter auf die Strasse führt. Der Schnee ist leider nicht mehr so pulvrig wie in der Früh, eher fest und zäh zu fahren.

Alles in allem eine Skitour ganz nach unserem Geschmack :). Tolle Landschaft, gute Länge, und die Abfahrt nicht nur ne halbe Stunde lang. Definitiv nichts für Leute, welche zum Skifahren auf Skitour gehen 🙂

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Fabian Paschke
Fabian ist ein sportbegeisterter Student aus Konstanz, viel in den Bergen unterwegs, am Liebsten auf Skitouren, Bergtouren, Hochtouren, Hauptsache lang und anstrengend!

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