Nach einigen verregneten, schwülen und kühlen Touren hier meine Einschätzung der Jacke: ein fragiles Wunderwerk der modernen Wetterschutztechnik: die Millet Trilogy GTX.

Ausstattung

Die Millet Trilogy Jacke ist aus dem neuen, extrem atmungsaktiven und wasserdichten Gore Tex Active Shell gefertigt und kommt ohne Schnickschnack aus. Zwei Einschubtaschen, eine Brusttasche, Unterarmbelüftung, gut geschnittene Kapuze mit sehr hohem Kragen, die Schulterpartie ist verstärkt. Minimalismus sauber verarbeitet – typisch französisch eben.

Technologie

Beeindruckend ist die Atmungsaktivität des ActiveShell: trotz Anstrengung und schweißtreibenden Aktivitäten herrscht ein prima Klima in der Jacke. Auch wenn man von den atmungsaktiven Wundermembranen nicht allzu viele Wunder erwarten sollte (wasserdicht ist eben wasserdicht), hat mich ActiveShell ziemlich überzeugt. Dank der Drei-Lagen-Verarbeitung fühlt sich die Jacke selbst durchgeschwitzt nicht klebrig auf der Haut an. Momentan ist das die beste Membran, die ich bisher ausprobiert und genutzt habe. 
Einzig das wirklich dünne und empfindliche Material könnte auf Dauer zum Problem werden. An der empfindlichsten Stelle, der Schulterpartie, hat Millet Ceramic verbaut, um das doch sehr teure Stöfflein vor Abrieb zu schützen.

Trageeigenschaften

Insgesamt fällt die Jacke recht klein aus, passt aber in der richtigen Größe wie angegossen und bietet dank spezieller Nahttechnik des Unterarmbereiches auch bei Klettereien genug Bewegungsfreiheit.
Die Kapuze ist der Hammer: groß genug für das Tragen mit Helm, lässt sie sich gut einstellen und hat eine automatische Tiefenregulierung. Der Schirm ist halbfest und lässt sich nahezu beliebig verbiegen und merkt sich die Einstellung – eine echt praktische Sache für Helm und Brille!
Über den extrem hohen Kragen bin ich mir noch unschlüssig, denn komplett geschlossen steht er doch sehr weit hoch, bis zur Nasenspitze. Einerseits, bei wirklichem Sauwetter, ist das natürlich super, im Prinzip bleibt so nur ein Schlitz für die Augen frei, bei Nieselregen oder als Windjacke eingesetzt, empfinde ich den Kragen dann doch wieder als störend. Aber, die Jacke ist als Wetterschutzjacke konstruiert, und diesen Job macht sie super.

Fazit

Alles in allem kann ich mich dem Testbericht der Zeitschrift Alpin 08/2012 anschließen: hervorragende Werte was das Feuchtigkeitsmanagement angeht, da spielt die Trilogy deutlich in der Oberliga mit. Die Kritik mit der Kapuze kann ich nicht ganz nachvollziehen, subjektiv finde sie gut einstellbar, wenn auch etwas klein geraten.

UPDATE: inzwischen wird die Trilogy nicht mehr mit Gore-Tex ActiveShell, sondern mit Gore-TexPro hergestellt.

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