Der SummitRocket 30 von Mountain Hardwear ist mit 450g ein extrem leichter und sehr gut durchdachter Alpinrucksack.

Als erstes fällt der Deckel auf: den gibt es nicht! Es gibt nur zwei Reißverschlüsse dort, wo üblicherweise der Deckel ist. Beim SummitRocket ist der Zugang zum Haupfach “verdreht”, d.h. der Zugang ist über den Reißverschluss von Hinten her zu erreichen. Das hat enorme Vorteile am Standplatz. Denn durch diese Konstruktion kann man den Rucksack an einem Karabiner einhängen und kommt trotzdem an das Hauptfach sowie an das Deckelfach heran. Simpel, aber klug gelöst, wie es sich für einen alpinen Kletterrucksack gehört. Zum Einhängen gibt es an der Front natürlich eine zusätzliche Schlaufe, zusätzlich zu der üblichen Schlaufe am Rücken.

Simpel und klug finde ich ebenso die abnehmbaren Kompressionsriemen. Ein ganz einfacher Zug-Mechanismus an beiden Seiten lässt den Rucksack schrumpfen, so dass er schön nahe an den Rücken heran kommt. Bei Bedarf kann man die Riemen auch einfach weg lassen und so immer das volle Volumen nutzen. Natürlich gibt es Pickelfixierungen, die ebenso abnehmbar sind, sowie horizontale Daisy-Chain Materialschlaufen an der Front und vertikale an den Seiten.

Das Tragesystem besteht im Grunde aus einer zusammenklappbaren Plastikplatte mit Wellenstruktur am Rücken, die natürlich auch herausnehmbar ist, und recht breiten und dünnen Schulterträgern. Brustgurt und Bauchgurt verhindern nur ein Verrutschen, zur Lastübernahme taugen sie nicht. Getreu dem Motto “fast & light” braucht es das auch nicht, laut Mountain Hardware ist der Rucksack sowieso nur bis ca. 10 Kilogramm beladbar. Eben ein Rucksack für schnelle, alpine Unternehmungen, wo es auf Gewicht und nicht auf Komfort ankommt.

Die Verarbeitung ist sauber, das recht dünne Material hat sich bisher wacker geschlagen und ist unbeschadet von diversen Touren zurückgekehrt.

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