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    Klettern am Mägdeberg

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    Klettern am Mägdeberg

    Der Hegau ist ein besonderes Fleckchen Erde.

    Zwischen Bodensee und Schwarzwald gelegen, erheben sich hier die Hegauvulkane. Auf beinahe jedem dieser Vulkane stand einmal eine Burg. Die meisten sind heute mehr oder weniger zerfallen, aber man kann immer noch spannende Burgruinen erkunden und die Weitsicht bis weit in die Schweiz hinein genießen.

    Nach der Eiszeit, in der die Gletscher die weiche Außenschicht der Vulkane abgehobelt hatten, blieben nur noch die erkalteten Lavapfropfen stehen: die Hegauvulkane. In dieser Landschaft erhebt sich der Mägdeberg auf 654m, auf dem Lavapfropfen dieses Vulkans wurde ebenfalls eine Burg erbaut – und, viel spannender: an der steilen Westseite kurz unterhalb der Burgruine erschlossen schon frühe Kletterer Routen bis 25 Metern Länge.

    Heute ist in dem Naturschutzgebiet Mägdeberg ein Klettergarten eingerichtet mit Routen vom dritten bis in die höheren Schwierigkeitsgrade. Das Gestein ist hart, sogenannter Phonolit. Mich erinnert die Kletterei am Fels an Gneis: sehr kompakt, kleinblockig und irgendwie wenig griffig.

    Vom Parkplatz aus geht man auf dem Weg einige Meter in Richtung Ruine, bis ein Weglein nach links abzweigt. Man folgt den Pfaden bis zu den Felsen. Oben herum ließe sich teilweise ein Toprope einhängen, unten herum geht’s an den Felsfuß der verschiedenen Sektoren. Diese sind im Kletterführer (digital bei Enziano) etwas kontraintuitiv von F nach A aufgereiht. Bei H geht es einfach und in blockigem zweier und dreier Gelände los, bis bei Sektor A die kleingriffigen Überhange bis in den IX. Grad zum beherzten Steigen locken. Etwa vierzig Routen sind eingerichtet, der Löwenanteil entfällt auf die unteren Schwierigkeitsgraden bis zum siebten Grad.

    Die Routen sind zwar meist logisch und mit soliden Bohrhaken ausgestattet, aber nicht immer lohnend. In manchen Routen ist der erste Sicherungpunkt in gefährlicher Höhe. Gerade in den unteren Schwierigkeitsgraden fünf und sechs finde ich persönlich nicht so wirklich schöne Routen. Meist konzentriert sich die Kletterei dann doch auf eine einzelne Schlüsselstelle.

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