Die Serles liegt in den Stubaier Alpen und dominiert als freistehende, mächtige Pyramide über dem Wipptal. Von den Dächern Innsbrucks sahen wir die Serles und beschlossen sie am nächsten Tag zu erklimmen.

Dieses Jahr hat es schon Mitte September bis auf 1900m herunter geschneit. Doch die Sonne hat den Schnee auf der Serles zum Glück wieder vollständig weggetaut. 

Starten kann man die Wanderung auf die Serles von Matrei am Brenner, von Mieders und auch von Fulpmes aus. Wir fuhren mit dem Auto bis Matrei und dann hinauf in den Ortsteil  Mühlbachl bis zur Mautstelle (1061m) auf dem Weg zur Klosterkirche Maria Waldrast.  Dort kann man kostenlos parken und wandert dann noch ca. 1-15,h bis zur Klosterkirche. Wer sich diesen Weg sparen mag, kann für 5€ Mautgebühr pro Pkw auch bis zum Parkplatz an der Kirche hinauffahren. Matrei ist auch mit dem Bus oder schneller mit dem Zug von Innsbruck aus in ca. 30min erreichbar.

Wir laufen den Rodelweg durch Wald, teilweise entlang eines Baches und umgeben von unzähligen Pilzen hinauf bis Maria Waldrast. Laut Infoschildern ist es erlaubt, hier 2kg Pilze pro Tag und Person zu sammeln. Dafür muss man aber etwas mehr Zeit mitbringen, wir lassen sie also gerne weiterwachsen.

Am Kloster (1638m) angekommen, beginnt der Serles- Wanderweg Nr.121 direkt am Klosterbrunnen, wo man seine Flasche mit „heiligem“ Wasser auffüllen kann. Man steigt über viele natürliche Wurzelstufen den Wald hinauf. Der Weg führt einen links um den Serlesfelsen herum, durch Latschenfelder und steile Kiesrinnen bis in ein weites Kar, das zwischen den steilen Ostwänden der Lampermahdspitze und der Serles liegt. Nach starkem Regen sollte man in den Kiesrinnen vorsichtig sein, da oft ganze Wegstücke abrutschen. Rechterhand kommt man an einer Quelle vorbei und steigt dann hinauf bis auf das Serlesjöchl auf 2384m. Hier kann man nochmal kurz rasten um dann den letzten Anstieg zum Gipfel in Angriff zu nehmen. Am Joch folgt man dem Weg nach rechts. Eine Eisenleiter und einige Drahtseilsicherungen helfen einem anfangs die steile Felsstufe hinaufzuklettern. Danach geht es auf einem schmalen Bergpfad über Geröll und Schutt bis zum mächtigen Gipfelkreuz hinauf. Vom Gipfelplateau kann man auf Innsbruck und die dahinterliegende Nordkette blicken. Viele Wanderer kommen zum Sonnenaufgang auf die Serles. Dann sollte man je nach Jahreszeit bereits um 2:30Uhr loslaufen. Ende September weht hier nun ein eisiger Wind und wir steigen wieder auf dem selben Weg hinab ins Tal.

Tipp

Mit der Serlesbahn aus dem Stubaital (Mieders) kann man den Weg abkürzen (Freizeitticketbesitzer können hier gratis hochfahren!). Wer mag kann auch mit dem Mountainbike/ E-Bike von der Bergstation Hochserles nach Maria Waldrast radeln. Der Radtransport mit der Bahn kostet keine zusätzliche Gebühr.

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Marisa Huber
Marisa hat in Innsbruck studiert - eine Traumstadt mitten in den Bergen! Jetzt lebt sie in Basel und erkundet die Schweizer Alpen. Sie liebt das Gefühl, wenn sie nach einer langen Tour mit einem zufriedenen Grinsen wieder nach Hause kommt und schon den nächsten Trip kaum erwarten kann. Die Mischung von Bewegung und Natur im alpinen Gelände macht ihr einfach Spass und hier will sie das mit euch teilen.

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