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    Hegauvulkane, die Erste

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    Hegauvulkane, die Erste

    Irgendwann entstand die Idee, die Hegauvulkane zu erklimmen. Gesagt, getan: gestern Mittag ging es los, mit der Bahn nach Geisingen, dem angedachten Startpunkt der Wanderung.

    Da es schon ziemlich später Nachmittag (16:30 Uhr) war, liess ich den Wartenberg (844m) aus und zog direkt gegen Höwenegg (812m). In der Talsohle kam ich gut voran, frohen Mutes liess ich die erste Steigung hinter mir und stellte verduzt fest, dass der Wanderweg sich gabelte. Meine GPS-Karte zeigte jedoch einen Weg geradeaus, direkt hinunter ins Tal, an. Ich entschied mich für rechts, da hier Laubwald war und ich so bestimmt leichter abkürzen kann als durch den dichten Nadelwald links. Unten angekommen ein kurzer Schlenker nach links um an der ebenfalls auf dem GPS-Gerät gesuchten Quelle noch Wasser aufzufüllen (Wasserfilter sei dank!).

    Irgendwann ging der Wanderweg links hoch, allerdings stand dort auch ein Schild: Standortschiessplatz. Natürlich gab ich dem Wanderwegschild den Vorrang und zog am Schiessplatz vorbei. Ein wenig spannend war das natürlich schon, hätte ja sein können, die machen dort ‘ne Spät-am-Abend-durch-den-Wald-kriech-Übung. Lustig fand ich jedenfalls das “Hier-keine-Panzer”-Schild. Am Horizont ging die Sonne unter, ich hatte noch ungefähr ne halbe Stunde. Mitten im Wald dann plötzlich ein Haus. Neugierig lugte ich um die Ecke, und tatsächlich, es brannte Licht, ganz oben im Giebel. Nunja, ist bestimmt schön hier zu wohnen, allerdings auch ziemlich ab vom Schuss. Oder nah dran, wenn die 1km weiter drauf los ballern. Dann gings, schon ziemlich dunkel, hoch zum Höwenegg, dort stolperte ich ein wenig herum, brach mir fast die Beine wegen des ganzen Holzes, das hier kreuz und quer rumlag, überlegte kurz, wo ich mein Zelt hinstellen könnte, fand dann aber kein lauschiges, windgeschütztes Plätzchen und befragte wieder das GPS.

    Unten am Berg gibt es eine Schutzhütte. Na das klingt gut. Also weiter, runter, vorsichtig, hier liegt noch Schnee und der Weg war hart gefroren und teilweise mit Eisdecke. Tatsächlich gab es eine Hütte, allerdings war die verschlossen und wohl nur für den Schutz des Jägervolks. Kurzerhand eine Mulde ausgehoben, hinter der Hütte lag dankenswerterweise trockenes Holz, ein Feuer entfacht, das Zelt aufgebaut, Käsenudeln gekocht, ins Feuer gestarrt, gewärmt.

    Bin dann nicht allzu früh aufgewacht, irgendwas mit der 8 vorne. Es war eisig kalt, das Kondenswasser im Zelt war gefroren, ebenso das Wasser in meinen Wasserflaschen. In der großen war unten noch eine Bodendecke flüssiges Wasser, also hab ich ne Weile geschüttelt und dieses Wasser dann gekocht, die Flasche reingestellt und gewartet. Nach fünf Minuten hatte ich eine heiß dampfende Tasse Kaffee, zwei ziemlich harte Müsliriegel und ein wenig Sonne. Nach längerem verplempern von Zeit bin ich dann um halb Zehn doch noch los gekommen, in Richtung Hohenhewen (844m).

    Zur Mittagszeit lag Engen verlockend vor mir, also änderte ich die Route und trank ganz gemütlich einen Kaffee und schlenderte durch das Städtchen. Dann aber, hoch nach Anselfingen, dort war halli-galli Faschingsumzug mit bestimmt 50 Leuten, also dem halben Dorf. Bin mitten rein geraten und stand etwas dämlich davor. Der Wanderweg hoch zur Ruine schlauchte gewaltig, es war (sehr) warm, zumindest beim Aufstieg war T-Shirt Wetter. Nach vielen kleinen Pausen gegen 15:00 Uhr oben angekommen, geruht, auf die Aussichtsplattform geklettert, die Schilder gelesen und mich um 16:00 Uhr an den Abstieg gemacht. Der schlauchte natürlich eben so wie der Aufstieg.

    Unten dann noch ne ganze Weile den Poetenblick-Geocache (GC278FE) gesucht und nicht gefunden, nach Welschingen zum Bahnhof gehumpelt (die Knöchel..), dort das restliche Vesper verputzt und zurück nach Konstanz gefahren.

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