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    Gätterifirst: Rosakante

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    Gätterifirst: Rosakante

    Alpin angehauchtes Genussklettern im Alpstein in der Ostschweiz.

    Alpin angehauchtes Klettern im Alpstein in der Ostschweiz – schöne Genusskletterei, allerdings nur bei absolut trockenem Wetter, denn der Abstieg über Steilgras ist wenig erbaulich.

    Zustieg und Biwak

    Wir starten spät Abends im Schein der Stirnlampen vom Parkplatz in Wildhaus. Vom schönen Flürentobel sehen wir so nichts, auch vom ewig langen Anstieg in Richtung Mutschensattel nehmen wir nur die schwarzen Berge links und recht sowie den Sternenhimmel wahr.

    Ein Stück vor der Alp Grueb biwakieren wir gegen 22:00 Uhr, durch Blöcke etwas windgeschützt. Am Morgen, nach Kaffee und Müsliriegel, nehmen wir, noch etwas müde, den Schlussanstieg zum Einstieg in die Rosakante. Unter dem Überhang deponieren wir Schlafsäcke, Stöcke, Kocher und anderen Kram und steigen um 9:40 Uhr in die knapp zweihundert Klettermeter hohe Rosakante ein.

    Die Rosakante

    Die (alte) Topo leitet uns durch 5 Seillängen in knapp drei Stunden durch 3er Gelände, meist mit Bohrhaken abgesichert. Einige Schlingen, Klemmkeile und Friends beruhigen aber doch die Nerven, zumal ich die Route mit Bergstiefel mehr klemmend als tretend nehme. Griffmöglichkeiten gibt es in dem wunderbaren Schrattenkalt genug, meist seitgriffig und für die Füße entweder breite Klemmrisse oder leichte Stufungen. Nach oben hin wird es leicht anspruchsvoller und vor allem gehörig ausgesetzt!

    Riskanter Abstieg

    Eine kurze Gipfelrast auf dem nördlichen Vorgipfel des Gätterifirst, ein Eintrag in’s Wandbuch, dann abseilen in den grasigen Sattel. Von dort aus geht es den steilen Grashang hoch auf P2095, wie in der Topo beschrieben. Ab hier wird es gehörig ausgesetzt und wenig erfreulich: meist rückwärts abkletternd, auf dem Hosenboden rutschend, geht es ungesichert an Grassoden und teilweise brüchigem Fels abwärts. Einige wenig vertrauenserweckende Eisenstifte in den grasigen Fels gerammt sollen wohl die Nerven beruhigen. Am letzten Steilstück beschließen wir, an genau solch einem Eisenstift abzuseilen und lassen das Seil noch für die nachfolgende Seilschaft hängen. Die nehmen das Angebot auch dankend an (ciao Marco und Stefan!).

    Der Rückweg verläuft auf einem schmalen, blauweiss markierten Grasgrat in Richtung Mutschen, und so nehmen wir diesen hübschen Hügel auch noch mit und machen uns bald darauf wieder auf den Rückweg. Nicht enden wollend latschen wir die 1000 Höhenmeter zurück, nur um im Flürentobel wieder von Düsternis empfangen zu werden. Müde, kaputt aber glücklich erreichen wir das Auto und machen uns über das Chips & Cola Depot her.

    Literatur:

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