Marokko ist ein wundervolles Land um Trekkingabenteuer zu erleben. Im Süden Marokkos, im Jebel Sarhro, gibt es einsame Gegenden und atemberaubende Landschaften, die entdeckt werden wollen. Man trifft auf Nomaden und trinkt mit ihnen einen Tee, bismillah! An den Wänden tiefer Schluchten kleben kleine Berberdörfer, die durch die kleinen Lädchen, „Hanout“ genannt, auch die Versorgung unterwegs sicherstellen.

Die 5 wichtigsten Ausrüstungstipps für eine gelungene Trekkingtour in Marokko:

  1. Wasserfilter mitnehmen – durch gute Vorausplanung der Route am heimischen Schreibtisch kann man beinahe täglich Wasserstellen ansteuern, zum Beispiel Brunnen. In den Tälern trifft man auch häufiger auf sehr langsam fließende Rinnsale, die mit einem Wasserfilter nutzbar werden.
  2. Benzinkocher: die Versorgung unterwegs mit Gas oder Spiritus kann schwierig sein, Benzin gibt es in beinahe jedem Dorf (aus PET-Flaschen). Vor dem Abflug den Brennstoffbehälter sehr gut ausspülen, den Kocher komplett auseinanderbauen und die Einzelteile über alle Rucksäcke hinweg verteilt mitnehmen, dann sollte es am Flughafen keine Probleme damit geben. Unterwegs wird man sich vor allem von Datteln, Dosenfisch und Brot ernähren, ich habe immer abgepackt Müsli und Milchpulver (gibt es vor Ort) für das Frühstück und für das Abendessen noch Tütenfutter dabei.
  3. Klima: die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht kann extrem sein. Früh morgens kann das Wasser im Wasserloch gefroren sein. Warme Kleidung und ein guter Schlafsack ist wichtig. Tagsüber Sonnencreme, Kopfschutz und Sonnenbrille nicht vergessen.
  4. Camp aufschlagen: im Winter wird es sehr schnell dunkel. Am Besten man hält spätestens ab 16:00 Uhr Ausschau nach einem geeigneten Platz. Oueds (ausgetrocknete Flußtäler) meiden, jedes Jahr ertrinken Menschen, wenn plötzlich eine Springflut kommt, wenn es hunderte Kilometer entfernt regnet. Also lieber erhöht einen geeigneten Platz beziehen. Nähe zu Dörfern ist kein Problem, meist ist man willkommen.
  5. GPS-Gerät: da es von den wirklich einsamen Gegenden kaum oder wenig taugliches Kartenmaterial gibt, ist ein GPS-Gerät mit genügend Reservebatterien wichtig. Zu Hause kann man schon die wichtigsten Punkte wie Dörfer, Wasserstellen oder Wegkreuzungen eingeben, das erleichtert unterwegs die Orientierung. Unterwegs dann immer wieder Punkte setzen, um im Notfall wieder den Rückweg zu finden. 

Etwas Kartenmaterial und Literatur zum Wandern in Marokko ist auch vorhanden:

Das waren die fünf wichtigsten Ausrüstungstipps, die nach meiner Erfahrung für ein gelungenes Trekking in Marokko wichtig sind.

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Sven Giersig
Sven ist Soziologe und Teilzeitabenteurer und vor allem: Fußgänger aus Leidenschaft. Er betreibt aufundab.eu seit Ende 2010, und ist dort Founder, Troubleshooter und Löwenbändiger.

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