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    Berghaus Bioflex 50+10 Rucksack

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    Berghaus Bioflex 50+10 Rucksack

    Nach vielen Touren mit Rucksackgewichten um die 15 Kilogramm habe ich im Bioflex 50+10 endlich einen Rucksack gefunden, der nicht nur durchdachte Features hat, sondern vor allem auch wirksam verhindert, dass nach Tagen in unwegsamem Gelände mein Hüftgelenk schmerzt!

    Möglich macht dies das Bioflex Tragesystem, entwickelt von MntHouse bei Berghaus, welches sich der Hüftbewegung anpasst und diese mitmacht. So wird das Gewicht gleichmäßig verteilt und zuverlässig auf den Boden gebracht.

    Tragesystem

    Das schon 2004 auf den Markt gebrachte, mehrfach ausgezeichnete und nun verbesserte Tragesystem „Bioflex“ besteht aus drei Komponenten:

    • Der Cross Load Frame ist ein kreuzförmiger Aluminiumrahmen, in dessen Zentrum der Hub angebracht ist und leitet das Gewicht an diesen weiter
    • Hyperlink Load Transfer System im Hüftgurt besteht aus Aluminiumrohren, so ist der Hüftgurt vertikal flexibel und horizontal steif
    • Der Bioflex Hub verbindet die einzelnen Systeme in einem Gelenk: beweglich aufgehängt kann sich der Rucksack auf zwei Achsen mit dem Träger mitbewegen. Die Hüftbewegung wird ebenso ausgeglichen wie die Beugung oder Streckung des Rückens. So bleibt das Rucksackgewicht auf dem Hüftgurt.

    Laut Berghaus bringt die bewegliche Aufhängung eine bessere Gewichtsübertragung und damit eine Energieersparnis 10% – oder 3,5 Schokoriegel pro 6 Stunden Gehzeit.

    Mich selbst hat das System bei der Djebel Sarhro Traverse in Marokko vor Hüftschmerzen bewahrt, die sich eigentlich regelmässig nach einigen Tagen Wanderung durch unwegsames Gelände einstellen.

    Ausstattung

    Die restliche Ausstattung des Bioflex ist bis in’s Detail durchdacht und hebt sich doch deutlich vom Standard ab:

    • Jeweils zwei Netztaschen an den Seiten, eine wie gewohnt unten und eine weitere darüber. Sehr sehr praktisch und gerne genutzt für Trinkflasche, Karte, GPS, Energiebomben, Sonnenbrille…
    • Das Frontloader-System (Zugang zum Inhalt sowohl von oben als auch von vorne) habe ich nicht genutzt, könnte aber durchaus praktisch sein
    • Öffnungen und Laschen für das Trinksystem sind beidseitig vorhanden.
    • Pickel / Stockhalterung mit “Pole Grip”, dadurch verrutscht nichts und wird an Ort und Stelle gehalten
    • Die Schnalle des Hüftgurtes einfach ineinander gesteckt und verkeilt, das scheint mir einiges stabiler zu sein als die herkömmliche Methode mit den Kleinteilen der Buckles. 
    • Die kleine Tasche am Hüftgurt habe ich auch schätzen gelernt, ob für Kamera, Müsliriegel oder sonstigen Kleinkram
    • Gummischlaufen an allen Riemen verhindern nicht nur das Baumeln der Riemen, sondern vermindern auch die Gefahr, dass sich etwas verheddert und abreißt, z.B. bei Verladeaktionen im Bus.
    • Zusätzliche Schlaufen an der Front und am Deckel

    Fazit

    Die erste Tour mit über 15 Kilogramm Rucksackgewicht – ohne Hüftschmerzen!

    Bravo, Berghaus, und Danke dafür!

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