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    Bergans Microlight Jacket

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    Bergans Microlight Jacket

    Eine Jacke für ausgedehnte Berg- und Klettertouren sollte vor allem so leicht und klein verpackbar sein, damit man sie ständig dabei haben kann. 

    Speziell für längere Klettertouren, wenn es am zugigen Standplatz doch schnell kühl werden kann, soll sie ohne große Probleme griffbereit und bei Nichtgebrauch im Rucksack oder sogar am Klettergurt verstaubar sein. Sie muss guten Wetterschutz bieten, also vor allem dem Wind standhalten, und, falls es zu nieseln beginnt, auch ausreichend wasserabweisend sein. Eine Kapuze und am Besten ein Stretch-Material, das auch beim Klettern nicht einschränkt, sind außerdem absolut wichtig.

    Auf der Suche nach einer Jacke mit diesen Eigenschaften bin ich auf die Bergans Microlight Jacket gestoßen. Der Hersteller verspricht, dass die Jacke genau die geforderten Eigenschaften hat: leicht, kleines Packmaß, winddicht, wasserabweisend, atmungsaktiv, 4-Wege-Stretch.

    Erster Eindruck und Features

    Der erste Eindruck verspricht Gutes: das Microlight Material knistert zwar ziemlich, fühlt sich aber angenehm an. Die Kapuze passt knapp über den Kletterhelm, ist aber ohne Helm sehr enganliegend einstellbar. Das eher weiche Regenschild sollte die Augen freihalten. Die Armbündchen sind per Klettverschluss regulierbar, der untere Abschluss per üblichem Gummizug. Der Kragen ist aus dünnem Fleece-Material gefertigt, der Frontreißverschluss ist mit einer Windleiste hinterlegt und der Zipper verschwindet in geschlossenem Zustand hinter einer Abdeckung. PitZips, also eine Unterarmbelüftung, gibt es keine, dafür sind die Taschen aus Netzmaterial gefertigt und belüften so bei geöffnetem Zustand die Jacke. Die komplette Jacke passt ohne Mühe in eine der beiden Taschen. Das Paket ist dann per Reißverschluss verschließbar und hat sogar eine Aufhängung für den Klettergurt.

    In der Praxis

    Skeptisch, was die Robustheit des dünnen Materials angeht, ging es an den Fels. Doch selbst heftigere Felskontakte blieben ohne Spuren. Wie sich das während der Bergsaison 2014 entwickelt, und wie sich die Jacke mit Rucksäcken verträgt, muss man abwarten.

    Der Tragekomfort ist durch das stretchfähige Material sehr hoch, und auch bei anstrengenden Aktivitäten klebt die Jacke nicht unangenehm auf der Haut. Sehr positiv aufgefallen ist auch, dass der Rücken verlängert ist und die Jacke auch bei weiten Kletterzügen trotzdem noch den unteren Rücken bedeckt. Vorne könnte sie allerdings gerne etwas länger geschnitten sein. Gerade bei mehreren weiten, ausladenden Bewegungen hintereinander rutscht sie vorne leicht aus dem Klettergurt.

    Winddicht ist sie auf jeden Fall hervorragend, die wasserabweisende Imprägnierung lässt aber nach einiger Zeit durch das Tragen und Waschen stark nach.

    Fazit

    Das Packmaß und das geringe Gewicht machen diese Jacke zu meinem ständigen Begleiter auf Mehrseillängentouren oder beim Joggen und Trailrunning. Kurz: bei allen sportlichen Gelegenheiten, die nicht gerade bei 25°C und stabilem Wetter statt finden, sondern sich das Wetter auch mal kurzfristig verschlechtern kann. Sobald Regen vorhergesagt ist, greife ich dann aber doch lieber zu einer wasserdichten Hardshell wie der Direct Alpine Guide oder der Millet Trilogy – auch wenn diese etwas schwerer und sperriger im Packmaß sind.

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