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    Auf, um und neben dem Forststeig im Elbsandsteingebirge – 1.Tag

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    Auf, um und neben dem Forststeig im Elbsandsteingebirge – 1.Tag

    Voll motiviert und wieder spät dran (vor 12 Uhr ist es selten) parken wir das Auto in Bad Schandau am Bahnhof. Hier gibt es tatsächlich noch kostenfreie Parkplätze und mehrere Tage hier zu stehen stellt kein Problem dar.

    Der Start des Forststeigs ist in SchönauWir entscheiden uns für den Bus dorthin und müssen daher noch einige Meter  zum Start gehen. Lt. Karte soll der Weg irgendwo in der Nähe des Bahnhofes Schönau abgehen. Nachdem wir einige Male, wie ein Hamster im Laufrad, die Strasse hoch und runter schnaufen, nehme ich entnervt den Waldrand in Angriff. Rechts ist freier Blick auf den Zirkelstein. Der Forststeig muss etwas unterhalb verlaufen. Noch setze ich alles in meinen nicht vorhandenen Orientierungssinn und biege mutig ins Dickicht ab. H. watschelt geduldig und schweigsam hinter mir her.

    Keine Markierung weit und breit und auf einen Waldweg sind wir auch nur kurz. So laufen wir quer durch den Wald. Es geht nur langsam voran. Eine riesige Furche bringt nun alles durcheinander. Ich erkenne ein trockenes Flussbett darin und bin felsenfest überzeugt zu wissen wo wir sind. Tatata….von wegen! Der Wald besteht plötzlich aus tausenden trockenen Flussbetten. Wenigstens scheint die Sonne durch das Geäst, so dass ich nur missmutig werde und nicht gleich völlig die Nerven verliere. Warum trägt H. aber auch so gar nichts zur Route bei? Zeit zum Zicken! Und das schon nach nur 2 Std. Wanderung! Oha.

    Nach längerem Querdurch gelangen wir auf einen Wanderweg. Gaaanz toll. Anstatt am Gelobbachtal gelandet zu sein, dass ganz idyllisch sein soll, befinden wir uns ein ganzes Stück davon entfernt. Da wir nun doch schon etwas Zeit verbraucht haben entschließe ich mich den kerzengeraden, langweiligen Marktweg zu laufen, um Zeit einzuholen. Dieser führt direkt zum Tafelberg Grosser Zschirnstein. Dort rasten wir bei schönem Ausblick. Zudem nehmen wir uns ( zum Glück) Zeit die subtile, aber gut spürbare Spannung zwischen uns anzusprechen. Tja! Ich möchte doch nur den Forstweg laufen und habe Probleme den Weg zu finden. Ich brauche! H.s Orientierungssinn dringend dazu…Nun kommt er auch mal zu Wort und hat den erlösenden Vorschlag: Wenn wir den Weg nicht finden, ist das doch nicht tragisch. Die Himmelsrichtung stimmt, da kennt er sich aus. Sich nicht verbohrt  an die Karten halten, die nur ungenau den Wegesverlauf zeigen! Einfach laufen und geniessen… Hmmm… also guuuut.

    Ab jetzt läuft es wie von selbst. Wir umrunden den Grossen Zschirnstein und finden die erste neonfarbene Markierung, die uns steil durch den Wald herunter zu einer Biwakhütte  (hier alle Infos für die Übernachtungsmöglichkeiten, die für 2018 geplant sind) führt. Wir laufen weiter und gelangen zu der deutsch-tschechischen Grenze. Ein zu erahnenden Trampelpfad und die Grenzsteine geben die Richtung durch das hohe Gras. Beklemmend ist das Gefühl, wenn man die Pfähle in dieser schönen Waldumgebung sieht, an denen ein meterhoher Zaun befestigt war. Unterwegs naschen wir Brombeeren und pflücken einen Steinpilz, was natürlich wieder Zeit kostet.

    Die Dämmerung beginnt und die Suche nach einem Nachtlager beginnt. Wir riechen Feuer und prompt gelangen wir an einen kleinen Kletterfelsen, der wohl kurz davor Besuch hatte…Ein idealer und wunderschöner Platz für uns. Schnell das Nachtlager aufgebaut und Steinpilz-Couscous gekocht…Und schon ist es dunkel. Und kalt! Seeehr kalt! H. und ich bewegen uns keinen Millimeter in unseren Sommerschlafsäcken. Dazu höre ich die Geräusche, die es halt so in einem Wald gibt und die schlaflose Nacht ist da. Ein Kleintier, das in meiner Fantasie zu einem ausgewachsenem Wolf mutiert ist, wuselt um das Zelt. Dank meiner Gefrierstarre bin ich unfähig nachzuschauen…

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    Literatur: 

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