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10 Essentials für jeden Rucksack

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Wenn Du gerade mit dem Wandern anfängst, hast Du sicherlich schon viele Tipps gehört, was Du alles mitschleppen sollst. Jeder tickt da natürlich anders, aber im Prinzip lässt sich das alles auf 10 Essentials herunter brechen. Alles andere, was man so einpacken könnte oder gerne einpacken würde, kann man getrost unter der Überschrift "pack your fears" subsumieren, also "jeder packt seine Ängste mit in den Rucksack". Daran ist nichts verkehrt, nur wird der Rucksack halt sehr schnell sehr viel schwerer. Versuche daher, immer nur das Leichteste zu kaufen, denn die hier unten aufgelisteten Essentials sind immer, immer im Rucksack!


1. Karte & Kompass: Mindestens einen großzügigen Kartenausschnitt, wasserdicht verpackt, des angepeilten Gebietes mitnehmen. Der Umgang mit Karte und Kompass sollte natürlich im Vorfeld geübt werden. Unterwegs immer mal wieder auf die Karte schauen und versuchen, anhand von markanten Geländepunkten, Kreuzungen und so weiter sich selbst auf der Karte zu lokalisieren. Je mehr Übung man darin hat, desto leichter fällt es einem. Mit dem Kompass ist der erste Schritt die „Normung“ der Karte, also das korrekte Ausrichten nach Norden. Die nächsten Schritte sind dann zum Beispiel die Triangulation, als die Ortung über drei Geländemerkmale. Mehr braucht es für den Anfang nicht. Karte und Kompass sind essentiell, da GPS-Geräte und Smartphones von Stromversorgung abhängig sind, Karte und Kompass funktionieren immer.


2. Isolation: Extra Kleidung, also ein Fleece, Handschuhe und Ersatzsocken gehören in jeden Rucksack. Es hängt natürlich davon ab, welche Jahreszeit gerade ist und ob man sich weit entfernt von Auto und Zivilisation aufhält. Als absolutes Minimum nehme ich ein Paar Ersatzsocken und eine leichte Windjacke mit, denn selbst im Sommer kann man nasse Füße bekommen, oder der Wind kann unangenehm auffrischen. Im Herbst und Winter habe ich auch ein isoliertes Sitzkissen an Bord, sowie ein extra Fleece und Ersatzhandschuhe. Am späten Nachmittag wird es sehr schnell sehr kalt, da bin ich froh um jede zusätzliche Schicht.


3. Licht: Eine kleine Lampe, egal ob Taschenlampe oder Stirnlampe, gehört immer in den Rucksack. Dazu gehören auch die passenden Ersatzbatterien, die wasserdicht verpackt sein sollten. Falls man sich etwas verspätet oder etwas Unvorhergesehenes passiert, möchte man auch in der Dunkelheit noch gehen können.


4. Sonnenschutz: Zum Sonnenschutz zähle ich sowohl die Sonnencreme, Sonnenbrille als auch eine Kopfbedeckung. Bei sehr hoher Sonneneinstrahlung, im Sommer, in der Wüste oder sehr weit oben, bietet ein Sonnenhut mit breiter Krempe sehr viel UV-Schutz. Meine Portion Hautkrebs hatte ich schon an den Schläfen, daher achte ich penibel darauf.


5. Erste Hilfe: Je nach Gruppengröße und Tour reicht ein Minimum an Erste Hilfe Set. Einige Pflaster, Blasenpflaster, Desinfektionsmittel, starke Schmerzmittel, Elastische Binde und unter Umständen Verbandszeug und eine Rettungsdecke reichen aus. Bei Verletzungen, die damit nicht mehr behandelbar sind, ist die Tour sowieso vorbei und man muss externe Hilfe anfordern. Für mich gehört auch desinfizierendes Handreinigungsgel in den Rucksack. Etwas Klopapier ist bei längeren Touren natürlich auch gut. Es gibt kleine und leichte Schaufeln, damit verbuddelt man bitte seine Hinterlassenschaften.


6. Notfallunterschlupf: Ein wasserdichter Biwaksack sollte sowieso zur Notfallausrüstung gehören und kann bestenfalls Leben retten. Die Dinger müssen nicht viel wiegen und auch nicht teuer sein. Bestenfalls braucht man ihn nie, wenn man aber eine Nacht im verschneiten Winterwald verbringen muss, ist das ein essentieller Bestandteil der Überlebensausrüstung.


7. Feuer: Wasserdicht verpackter Zunder (Grillanzünder sind super und günstig) und ein kleines Feuerzeug sorgen im Falle eines Falles für Wärme und können vor Unterkühlung schützen. Falls etwas komplett schief lief, ist ein kräftig qualmendes Signalfeucher weit zu sehen.


8. Reparaturen: etwas Gaffa, bzw. Panzertape hat wahrscheinlich jeder um seine Wanderstöcke gewickelt. Damit lässt sie vieles reparieren. Ein kleines Taschenmesser reicht völlig aus, niemand braucht ein Rambomesser beim Wandern. Ein paar Sicherheitsnadeln, eine normale Nadel und einige Meter Zahnseide als Faden (und zur Hygiene) wiegen kaum etwas, man kann aber auch den Rucksack flicken oder den Träger wieder befestigen.


9. Ernährung: Notnahrung dabei zu haben ist natürlich immer von Vorteil. Schlimmstenfalls muss man eine Nacht ausharren, um am nächsten Tag wieder weiter zu gehen. Einige Müsliriegel, oder gar eine spezielle Notration, helfen aus dem Kaloriendefizit und geben Kraft für den Rückweg. 


10. Wasser: Wasser zu finden ist in unseren Breitengraden kein Problem. Das Problem ist die Verschmutzung des Wassers. Ein kleiner, leichter Wasserfilter oder einige Tabletten Micropur oder Aquamira Flüssigkeit macht aus einem Bach Trinkwasser.

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