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Parque Nacional Huerquehue — März 2014

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Von Pucon aus gibt es Minibusse zum Eingang des Nationalparkes. Da dieser sehr leicht zu erreichen ist, sind die Busse meist überfüllt.  Der Conaf verlangt eine Gebühr pro Tag  und falls man campen möchte, wird man ebenfalls gleich 12000 Peso los. Dieser ist auf max 2 Nächte limitiert. Nichts mit spontanen Planungen und zudem ein Start in den Park mit Massen an Leuten. Bäh. Ein grosser gelber Erlaubnisschein baumelt nun am Rucksack. Das hat sich im Reiseführer anders angehört. Da wir nun schon mal hier sind, watscheln wir los.

Die Sonne begleitet uns auf den serpentienartigen Sendero Los Lagos auf 1300 m. Durch dichten Südbuchenwald mit Wasserfällen. Dann folgt ein Waldabschnitt mit Araukarien , die eine ganz Reihe an hübschen Seen einrahmen. Inzwischen begegnen uns nur noch wenige Wanderer, da die Tagesausflügler wieder umdrehen mussten. Sehr schön! Die Wege sind gut ausgetreten und es ist fast unmöglich sich zu verirren. Verlässt man allerdings den Weg, kann es durchaus sein, dass einem mal eine Vogelspinne oder eine Tarantel begegnet. In unserem Fall war es eine Spinne ,die sich ein Bein als Mitlaufgelegenheit aussuchte. Kitzelt. Kühe entdecken wir auch im dichten Gestrüpp. Zudem zieren viele bunte Vögel die Landschaft.

Der Aussichtspunkt Mirador Renahue belohnt mit einer tollen Aussicht über die Schlucht. Danach geht es steil bergab zum Campingplatz Refugio Renahue. Eine einfache Wiese mit einem Plumps-Clo.  Ein Bächlein fliesst um den Platz. Bei dem Müll, den die Camper leider hier liegen lassen, traue ich dem Wasser nicht ganz und wir benutzen zum ersten Mal den Wasserfilter. Der ist schlagartig im Dauergebrauch bei den anderen wenigen Campingbesucher.

In beiden Nächten werden wir von einer Maus heimgesucht, die wohl an die Müsliriegel wollte. 2 Löcher stellen die Wasserdichtigkeit arg in Frage. Notdürftig wird es mit einem Klebeband geklebt.

Wir unternehmen einen Tagesausflug zur Lagune Angelina und genehmigen uns ein Bad. Hier schwirren blaue Libellen um uns herum und Fische knabbern am Zeh. Schöne Auszeit.

Wir beschliessen den Los Huerquenes weiter nordost zu wandern und die 5 -stündige Tour ans andere Ende des Nationalparks an der Termas de San Sebastian zu beenden. Hier bietet der Betreiber mehrere Hütten an. Zudem gibt es einen gut ausgerüsteten Zeltplatz für müde Camper. Auffallend sind die vielen Katzen, die sonst selten in Chile zu sehen sind. An die zahlreichen Hunde haben wir uns gewöhnt. Es gibt diverse heisse Becken.  Gerne kühle ich mich am kalten Gartenschlauch ab.

Guter Dinge verlassen wir nun den Park und möchten in das nächste Dorf Conco.  Das Trampen ist hier mühsamer. Viele Kilometer legen wir zu Fuss zurück. Nur abschnittsweise nimmt uns mal ein Lastfahrer mit. Ein harter Job. Endlich packt uns eine Dame, eine Nachbarin der frisch gewählten Präsidentin Michelle Bachelet, in ihren klimatisierten roten fetten Pickup Truck ein. Wir freunden uns mit dem Ziel Temuco an und lassen uns die 80 km bequem durch die  schöne Natur fahren. Der Lago Caburgua und Corico zur Linken und der Blick zum Volcan Villarrica zur Rechten… Hübsch.

Literatur:

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