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Marwees in zwei Zügen

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Nachdem vor ein paar Wochen sich die Wettervorhersage doch kurzfristig verbessert hatte, ging es etwas spontan in den Alpstein um den Klassiker, die Marwees, zu besteigen.

Übernachtung im Stall

Los ging es erst Samstag Nachmittags mit dem Zug nach Brülisau, von wo eine steile Forststraße über das Plattenbödli zum Sämtisersee führt. Nach dieser ersten Anstrengung machten wir eine Pause, um unser neue Spielzeug, eine Drohne, auszuprobieren. Ziel für heute war die Furgglenalp. Als Weg wählten wir eine alternative Strecke, nicht die die normale Forststraße zu Bollenwees führt, sondern wir stiegen den ersten Teil des Weges zum Stauberern hinauf. Ab den Rainhütten kann hier recht einfach die restliche Horizontale Entfernung zur Bollenwees zurückgelegt werden. Dieses Stecke ist deutlich schöner zu laufen als die Alternativen im Tal.

An der Furgglenalp angekommen, bezogen wir Quartier im Stall. Dieser scheint erst vor kurzem umgebaut worden zu sein und enthält nun ein sehr geräumiges Matratzenlager direkt über den Kühen. Neben den Matratzen gibt es auch Bänke zum Vespern und eine herrliche Aussicht auf den Hohen Kasten. Die Alp bietet eine rustikale Küche, mit Brot und Vesper. Als wir gerade bestellt hatten, fragte die Chefin, ob wir die übriggebliebene Älplermakronen möchten, was wir natürlich nicht ablehnen konnten! Wer nicht dieses Glück hat, kann aber in ca 5 Minuten zum Berggasthof Bollenwees laufen und sich dort auch ein ausgiebiges Menü bestellen.

 

Frühstück mit Aussicht

Am nächsten Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstück mit Brot, Kaffee, Käse und Marmelade. Nach dem Auffüllen der Wasservorräte gingen wir los in Richtung Marwees. Hierzu mussten wir über die Bollenwees und daher erst einmal wieder rund 150 Meter absteigen zu Punkt P1316. Von dort beginnt dann der eigentliche Aufstieg in Richtung Bogartenlücke - welche man, von dieser Seite kommend, nicht erreicht, sondern kurz davor auf die weiß-blau-weiß markierte Marwees-Strecke abbiegt.

Nach dem ersten steilen Stück gibt es eine ausgesetzte Querung, nach welcher man den fast auf dem Grat ist. Wir machten dort, sozusagen oberhalb der Bogartenlücke, eine längere Rast, um uns zu stärken. Ab hier kann man auch die fantastische Aussicht genießen. Die restliche Strecke ist nun ein gut ausgetretener Pfad am beziehungsweise auf dem Grat entlang. Bis zum Kreuz bei p1990 geht es noch etwas bergauf, ab dort ist die Strecke aber dann fast auf einer Ebene mit fantastischen Aussichten.

Wenn da der Abstieg nicht wär 

Im hinteren Bereich geht der Weg dann links am eigentlichen Marwees-Hauptgipfel vorbei und endet auf dem Widderalpsattel. Von diesem sind wir direkt über Trüest abgestiegen. Ob sich diese Abkürzung für uns gelohnt hat, ist fraglich, da wir noch einen Abstecher zurück zur Meglisalp machten. Wer aber ohne diesen Abstecher nach Wasserauen läuft, spart hier sicher ein wenig Zeit.

Nach einer sehr kurzen Pause auf der Meglisalp sind wird dann dem aufziehenden schlechtem Wetter davon geeilt. Auf dem Weg nach Wasserauen hatte es zwar gedonnert, Regen sahen wir aber zum Glück nur in der Ferne fallen. Den Zug für die Heimfahrt erreichten wir daher ohne naß zu werden.

Fazit

Die Marwees ist eine tolle Tour, vor allem bei gutem Wetter hat man hier eine super Aussicht. Es gibt zwar einige ausgesetzte Stellen, daher wohl auch das T4-Rating, aber in der gelaufenen Richtung, von der Bogartenlücke zum Widderalpsattel, sind diese Stellen mehrheitlich im Aufstieg, was solche Stellen ja ganz gut entschärft. Egal in welcher Richtung, die Marwees ist ein fantastischer Grat, welchen man immer wieder mal begehen sollte.
 

Wer etwas mehr Visuelle Eindrücke erleben möchte, es gibt auch ein Video der Tour.

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