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    2014 Challenges: Skifahren lernen

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    2014 Challenges: Skifahren lernen

    (Werbung) Ich kann euch sagen: noch bevor ich als Schwabe ‘gescheit werde, will ich ja noch so einiges erreichen*. Unter anderem Skifahren lernen, und das habe ich jetzt am Wochenende gemacht. Mit Martina, die Händchen gehalten hat, getröstet und aufgebaut hat. Und mit Peter, einem waschechten Skilehrer mit Nerven wie Drahtseile.

    Aber beginnen wir am Anfang, am Freitag. Da sind wir nämlich vom Bodensee nach Kappl in Tirol gefahren. Dort angekommen, schauten wir uns ausgiebig um im Dörfle, schlugen etwas Zeit tot und besorgten die nötige Ausrüstung. Leihweise, versteht sich. Also Ski, Skistiefel und passende Socken, das wohl Wichtigste am ganzen Skifahren. Jedenfalls war die Verkäuferin davon überzeugt, weil die habe ich natürlich gekauft. Ach, und Skistöcke bekam ich auch, weil “des sieht gleich dynamischer aus”. Die ersten geh-tests in diesen klobigen Plastikteilen schlugen fehl, ich stolperte die Treppe hinauf, über den Parkplatz und überhaupt so in der Gegend herum. Naja, zum Gehen sind sie ja auch nicht gemacht.

    Den Abend haben wir gemütlich in unserem Zuhause auf Zeit verbracht. Ein kleines Appartement mit allerlei Schnickschnack: Herd, Kühlschrank, Tisch, Bett, Kaffeemaschine, Fernsehen. Nett gemacht, sauber. Eine völlig verstrahlte Vermieterin zwar, bei der man nie wusste, wo man hin schauen soll, weil es ihr genau so geht. Ihr kennt solche Menschen.

    Am Samstag ging es dann los. Nachdem ich dann doch noch eingeschlafen war, war die Nacht eher schnell vorbei und wir somit eher spät dran. Flugs gefrühstückt, den Skibus gekapert und Skipässe gecheckt. Schon saß ich in der Gondel, und schon stand ich mittendrin im Skizirkus. Überall rauschten bunte Leute an mir vorbei. So in echt sieht das alles irgendwie unkontrollierter aus als in den coolen Ski- und Boarder-Filmen.

    Bis um zehn war noch etwas Zeit, also schnallte ich mir die Brettl unter und schob mich horizontal vor dem Lifthäusle hin und her. Das muss ein wahnsinns-hingucker gewesen sein, denn alle grinsten so nett und freundlich. Ein nettes Völkchen, diese Skifahrer!

    Dann kam Peter. Punkt zehn, wie abgemacht, stand er da, in seinem roten Anzügle. Ohne große Worte ging es auch direkt los. Anschnallen (die Ski) und “fahren wir mal bis da vor, da hat’s mehr Platz”.. Ja hergottsack, zum fahren *lernen* bin ich ja da, also wie soll ich bis da vor kommen? Da ging es ja schon bissl bergab, also war die größere Sorge das da-vorne-wieder-anhalten. Aber ich bin ja ein großer Junge, der Mann in mir biss die Zähne zusammen und schlitterte da vor. Ging ganz gut. Fein.

    Es folgten einige Übungen, wie: mit-Ski-im-Kreis-laufen, seitwärts-den-berg-hoch, 2-Meter-leicht-geneigt-schuss-fahren mit allerlei Bewegungen, Hocke, Aufstehen, usw.. Mir war dann irgendwie schnell langweilig, das hat er wohl sofort gemerkt, der Peter, denn dann stand ich schon gaaaanz vorne am Rand der Piste. Idiotenhügel, Kinderübungshügel und so weiter nannte Martina diesen enorm steilen Hang, der unten recht abrupt aufhört und ins Tal abbricht.

    Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, was nacheinander folgte, jedenfalls bin ich für meinen Geschmack recht schnell alleine da runter geschlittert. Im Pflug, klar. Pflug ist das 1×1 des Skifahrens, damit bremst man. Enorm wichtig, wie ich finde.

    Immer wieder schlitterte ich den Hang hinunter, mit und ohne Stöcke, mit Peter am Stock und ohne.. Skifahren ist wie klettern: alles kommt aus den Beinen und es ist reine Kopfsache. Nur hat man beim Klettern ein Seil. Jedenfalls ist Skifahren völlig kontraintuitiv: zum langsamer werden muss man sich nach vorne und ins Tal lehnen! Das mach mal deinem Körper und Kopf klar, die sich beide verschworen haben und sich mit aller Gewalt an den Sicherheit versprechenden Hang anschmiegen versuchen. Mit viel Konzentration und Wille klappt es, sich auf das talseitige Bein zu lehnen, um in Richtung Hang zu fahren. Das Seltsamste ist aber der Moment, wenn man aus der Kehre wieder umdrehen soll, die Ski in Falllinie ins Tal zeigen sollen, um dann direkt das andere Bein, das talseitige natürlich, belasten zu können. Das ist ungefähr wie.. keine Ahnung, schwerelos oder so.

    Mittag! Gepusht und mutig fahre ich in Richtung dieser Hütte mit der tollen Terasse. Martina mit ihrem Board voraus. Urplötzlich wird es steil. Für ungefähr 5 Meter Wegstrecke. Unten steht Martina, spricht mir Mut zu. Nichts geht mehr, viel zu steil. Ich schnalle also die Ski ab, dreh sie um 180° und fahre einen weiten Bogen. Nicht ruhmreich, aber ohne Sturz kann ich so wenigstens in der Sonne sitzen und essen.

    Um eins geht es weiter. Eigentlich geht es fast auf den Anfang zurück, die Bratwurst und der Almdudler scheinen alles Gelernte verdrängt zu haben. Also wieder, immer wieder die gleichen Übungen: aus den Knien, in die Knie, Hand ans Knie.. es läuft besser, so jede zweite Kurve krieg ich schon recht passabel hin, einige Beinahe-Stürze kann ich gerade so abfangen. Peter fragt, wie es mir geht, so Kraft-mässig. Keine Ahnung, gut? Ich spüre nichts ungewohntes, alles gut. Er fragt, weil er sich überlegt, mit dem Lift hoch zu fahren und eine Piste zu fahren. Damit ich das mal sehe. Übungen kann ich ja dann unten weiter machen. Ich bin begeistert! Klar, Kraft geht schon noch, komische Frage.. Also rein in den Sessellift, oben raus, ging auch ganz gut. Sagen wir eine halbe Stunde später war dann auch mir klar, was er meinte. Inzwischen bin ich gestürzt, die Konzentration lässt rapide nach, Klar, nach vier Stunden fahren. “Verkantet” meinte Peter, ich meinte: “keine Ahnung!?” Immerhin gibt es flachere Stücke, auf denen das dahingleiten wirklich schön ist und ich für wenige Minuten kurz das herrliche Wetter genießen kann. Über die anderen Stücke der Piste hülle ich jetzt Schweigen. Nur so viel sei gesagt: Heute schmerzt mein Knie, und Peter meinte: “jetzt ists nimmer weit, gleich hasts geschafft”.

    Aber hey: ich bin Ski gefahren – und ich werde es wieder tun!

    * Ob das jetzt schon die Midlifecrisis ist oder nicht ist mir im Prinzip egal, weil es tierisch Spaß macht!

    Midlifecrisis hin oder her, wer jetzt Lust auf Skiurlaub bekommen hat, der sollt nicht lange zögern und sich die Gaudi nicht entgehen lassen. Ich buch mittlerweile fast nur noch über’s Internet, weil’s bequemer und schneller geht. Außerdem gibt’s dort meist günstigere Angebote. Mein Tipp, checkt nicht nur die üblichen Reiseportale, sondern auch Erlebnisportale wie mydays & Co.

    Anzeige: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit: Mydays

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