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Navigation unterwegs: Viewranger App

| 5 Kommentare | Appeal 0

Für kürzere Unternehmungen draußen nutze ich mittlerweile nur noch die Viewranger Outdoor Navigation App.

Die Viewranger App (für iOSAndroidKindle FireNokia Symbian und Blackberry erhältlich) ist Kartensoftware und Navigationsgerät in einem. An Kartenmaterial stehen sowohl freie Opensource-Karten von openstreetmap zur Verfügung, als auch kostenpflichtige topographische Karten. Das Navigationsgerät kann alles, was man von solch einer Software erwartet und noch etwas mehr: man hat die Möglichkeit, sogenannte "BuddyBeacons" zu senden. Mit den Beacons kann zum Beispiel über das Internet jederzeit die aktuelle Position auf einer Karte dargestellt werden. Andere App-Nutzer könne die Position des "Buddys" auch direkt auf dem Smartphone darstellen lassen. Doch dazu später mehr.

Der Funktionsumfang von Viewranger

Viewranger hat den Funktionsumfang eines normalen Navigationsgerätes. Man kann sich sowohl vorgefertigte oder zu Hause geplante Routen auf das Smartphone laden und diese dann unterwegs als Hilfe nutzen. Eine Tracking-Funktion gibt es natürlich auch, damit kann man die gelaufene Route für eine spätere Auswertung oder zur Darstellung auf einer Karte als GPX-Datei speichern. Das Besondere bei Viewranger ist die oben erwähnte BuddyBeacon Funktion: in programmierbaren Intervallen sendet die App die aktuelle Position an den Server von Viewranger. Damit können zum Beispiel die Freunde zu Hause sehen, wo man sich gerade befindet und den Fortgang der Unternehmung live mitverfolgen. Auch aus der App selbst heraus kann man seinen Buddys folgen - praktisch wenn man sich unterwegs einmal verlaufen haben sollte oder wissen will, wo sich die anderen der Gruppe gerade befinden. Wenn einmal das Mobiltelefon-Netz nicht erreichbar sein, speichert Viewranger die Bacons und sendet sie gesammelt, sobald wieder eine Internetverbindung besteht.

Die Kartendarstellung in Viewranger ist ein besonderes Highlight. Nicht nur frei verfügbare Karten von Openstreetmap können offline gespeichert werden, es können auch qualitativ hochwertige topographische Karten gekauft werden. Hier besteht die Möglichkeit, entweder ganze Kartensets zu kaufen, zum Beispiel für einen bestimmten Nationalpark. Oder man wählt einzelne Kacheln des Zielgebietes aus und bezahlt so nur für die Gebiete, die man auch wirklich nutzt. Es stehen für eine Vielzahl von Gebieten weltweit eine Auswahl an hochwertigen topographischen Karten zum Download bereit. Für Deutschland zum Beispiel können die offiziellen TK50 und TK25 Karten oder die Swisstopo Karten für die Schweiz gekauft werden. Bei einem Gerätewechsel oder einer Neuinstallation ist ein Umzug der gekauften Karten und Karten-Kacheln kein Problem, man lädt sie einfach erneut auf das Smartphone, Viewranger merkt sich die gekauften Karten.

Zusammenspiel mit Social Hiking / Shareyouradventure.com

Ich nutze Viewranger schon länger in Zusammenhang mit Social Hiking (shareyouradventure.com). Viele Leser werden schon die Kartendarstellungen in einigen Touren entdeckt haben. Um diese Karten einzubinden legt man über einen vorhandenen Twitter-Account ein Konto bei Social Hiking an und „zieht sich“ die BuddyBeacons von der Viewranger App rein. Dazu muss auf Social Hiking die BuddyBeacon PIN eingetragen werden. Es können noch verschiedene Medien-Accounts hinzugefügt werden, zum Beispiel kann dann ein Tweet oder ein Instagram-Photo direkt auf der Karte angezeigt werden, von wo es gesendet wurde. Tipp: Man kann auch GPX-Tracks von vergangenen Touren hochladen!

Nutzbarkeit

Wie weiter oben schon erwähnt ist die App für kürzere Touren bestens geeignet. Die Einschränkung kommt einfach durch die Akku-Lebensdauer von Smartphones zustande. Zudem ist eine Mobilfunkverbindung nötig, um die Beacons zu senden. Offline-fähig sind hingegen die Navigationsfunktion und Kartendarstellung. Das Akku-Problem bekomme ich in den Griff bzw. etwas hinausgezögert, indem ich mir einen Ersatzakku sowie ein Powerpack, der mit normalen Batterien betrieben werden kann, besorgt habe.

Welche (Navigations-)Apps nutzt Du draußen?

Kommentare

Gast
Danke für die Vorstellung des Viewranger App. Ich benutze es bisher nur in Verbindung mit Social Hiking. Soweit ich weiß, werden die Beacons auch bei fehlender Mobilfunkverbindung gesammelt und dann wieder bei bestehender Verbindung übertragen.
Hi Jens, danke für den Kommentar. Der Clou ist tatsächlich, dass die BuddyBeacons zwischengespeichert werden. Eine schöne Funktion ist auch das Verfolgen von Buddys aus der App heraus. Klappt wunderbar - falls man sich einmal verloren hat unterwegs, oder man wissen möchte, ob der Speedhiker vor einem wohl schon das Essen fertig hat ;-)
Gast
Ich werde mir die App mal ansehen. Bisher habe ich immer die App von GPS-Tracks oder Gpsies genutzt, da ich da auch Strecken plane etc. GPS-Tracks kann auch OSM Kacheln zu jeder Strecke speichern. Hast du zufällig Erfahrungen mit Solarpanels? Wir gehen jetzt 3 Wochen im Juni den Bohusleden in Südschweden und werden nur im Zelt oder Schutzhütten schlafen. Da ist dann auch das beste Akkupack leer. Aus Gewichtspargründen werde ich dann auch das Handy als Kamera nutzen.
Hallo Karl, an Viewranger gefällt mir vor allem die Möglichkeit, topographische Karten zu nutzen. Zu den Solarpanels kann ich eigentlich nur GoalZero empfehlen, Freunde von mir nutzen die Teile auf Expeditionen und sind sehr zufrieden. Ist allerdings eine Frage des Gewichts. Panel und Akku wiegen schon etwas, ist die Frage ob Du nicht leichter wegkommst wenn Du meine Strategie fährst:

Für längere Touren greife ich auf ein normales GPS-Gerät zurück und habe genug Batterien dabei. Dabei rechne ich einen kompletten Satz Batterien pro Tag, bzw. stelle die Tracking-Funktion auf 30 Minuten (alle 30 Minuten oder sogar 1h eine Positionsbestimmung), so hält ein Satz Batterien natürlich deutlich länger. In Marokko z.B. war die Route relativ klar, da habe ich von Hand ab und zu einen Punkt gesetzt. So kam ich mit einem Satz Batterien die ganze Woche klar. Kommt halt drauf an, was Du machen willst.

Als Kamera haben wir eigentlich immer eine kleine Kompaktknipse mit ausreichend Ersatzakkus dabei und sparen das Gewicht lieber an anderen Stellen ein. Das Ladegerät und anderes unnötiges Zeugs kann man ja vor dem Trek im Hotel/Hostel deponieren.

Ich wünsch' Euch viel Spaß in Schweden, passt auf Euch auf und bringt unvergessliche Erlebnisse mit!
Gast
Hey danke für die Antwort.
Ich bin jetzt doch umgeschwenkt, da Leistungsstarke Panels erstens wie du schon sagst ziemlich schwer sind und natürlich viel kosten (Hier gilt denke ich auch wenig kosten = wenig gut und viel kosten gleich viel gut :-) ). Hatte mir das halt so schön romantisch vorgestellt den Strom selber zu produzieren;-) Ich werde jetzt einfach ein Akkupack für das Handy mitnehmen, das dann aber eher im Ausnahmefall eingeschaltet werden soll. Tracken werde ich dann nicht. Dann sollten wir über die drei Wochen kommen. Der Trail ist, so wie es aussieht, auch ausgeschildert und mit einer groben Karte sollte es laut diverser Internetquellen kein Problem sein. An einen Ersatzakku für die Kamera hatte ich noch gar nicht gedacht. Mit zwei vollgeladenen Akkus sollte die Kamera auch drei Wochen durchhalten. Ich denke so ist es die günstigste und "vernünftigste" Lösung. Gute Kompaktkamera macht dann doch mehr Spaß als Handyknipse und es muss nicht noch unnötiges Zeug angeschafft werden, was dann nur einmal im Jahr benutzt wird.

Gruß
Karl